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Portugal – Ausklang in Lissabon (Tag 2)

 

Lissabon – Tag 2

Ein weiterer Tag in Lissabon stand uns bevor. Was uns hier erst bewusst wurde: nicht nur die Bundeskanzlerin stattete der Hauptstadt Portugals einen Besuch ab, sondern auch hier war Feiertag. Fronleichnam! Das bedeutet in einem überwiegend katholisch geprägten Land Fronleichnamsprozessionen noch und nöcher!

Das alles prasselte auf uns herein und spätestens jetzt setzte mir das städtische Treiben zu. Es war überall extrem voll. Zunächst in Belém, was einer Art Pilgerstätte glich. Überall Busse, Menschenmassen, überfüllte Cafés und Sehenswürdigkeiten. Fast ein Wunder, das wir am Seefahrerdenkmal Padrão dos Descobrimentos, von dem wir diesmal die Aussicht genießen wollten, kaum Wartezeit hatten. Am Torre de Belém war nämlich bereits die Hölle los. Dafür mussten wir uns im Café mit den berühmten original „pasteis de nata“ umso mehr in Geduld üben. Wenigstens war klar, dass es sich lohnen würde, denn so gut wie dort, sind sie nirgends. 😋

Immerhin war die Bahn zurück nach Lissabon nicht mehr überfüllt. Dort holte uns das Gewusel aber schnell wieder ein. Wir entschlossen uns zu einem Rundgang durch den Stadtteil Alfama, doch auf Grund der dort zahlreich vorhandenen Kirchen, u.a. die Kathedrale Sé, trafen wir schnell auf die ersten Feierlichkeiten. Viele Absperrungen und ein enormes Polizeiaufgebot. Die bekannte gelbe Bahnlinie 28 fuhr gar nicht erst. Irgendwie kämpften wir uns durch die Massen und Hindernisse und versuchten es mit Humor zu nehmen. Trotzdem kämpfte ich zwischendurch etwas mit den Emotionen. Zur Entschädigung gelangten wir aber zu etlichen Aussichtspunkten, von denen man nochmals wunderbare Ausblicke auf die Stadt, auf das Castelo de São Jorge usw. hatte. Durch enge Gassen und vorbei an Fado-Lokalen führte schließlich der Rückweg, wo bereits für das große Sardinen-Festival geschmückt wurde.

Zu schnell verging der letzte Tag. Inspiriert von den Fado- Lokalen ließen wir uns schließlich in ein Restaurant locken, das Fado-Untermalung versprach. Kurz, sehr kurz kamen wir auch in den Genuss. Mehr leider nicht. Schade! Auch auf das Essen traf das zu. Man sollte sich eben einfach nicht auf solche typischen „Touri-Maschen“ einlassen. Ein letzter Rundgang durch die Stadt besänftigte jedoch schnell.

Schon heißt es wieder Abschied nehmen und endgültig in den Alltag zurückzufinden. Ich hoffe jedoch, mir die Eindrücke der vergangenen Tage, besonders die der Wanderung, noch lange bewahren zu können. Der Weg ist das Ziel! 😉

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