Aus dem Blog

Portugal – Rota Vicentina (2. Etappe)

 

Das Abenteuer geht weiter. Hier meine Aufzeichnungen nach der 2. Etappe:

 

Rota Vicentina – Die 2. Etappe

18 km/ 20 km von Vila Nova de Milfontes nach Almograve/ Longueira

 

Heute Morgen hieß es nun Abschied nehmen von unserer 1. Station, dem Hotel Mil Réis in V. N. d. Milfontes. Schön war es hier! Doch die 2. Etappe des Trails erwartete uns. Nach der Zimmerräumung machten wir uns auf den Weg nach Almograve bzw. Longueira. Für uns galt Letzteres, da dort unser Hotel lag.

Diese Etappe wurde als “leichter” angepriesen, da sie etwas kürzer und auf Grund weniger Dünensand auch weniger anspruchsvoll sein sollte. Dies fällt mir schwer zu bestätigen. Die Etappe ist durchaus machbar, doch weniger anspruchsvoll erschien sie mir nicht. Auch diesmal stapften wir recht oft durch den Sand und es gab etliche kniffelige Stellen zu meistern, erst recht bepackt mit Kamera und Rucksack.

Die ersten Kilometer führten jedoch noch gemächlich durch die Zivilisation, denn wir mussten erst einmal aus dem Ort heraus und über den Rio Mira. Von der Brücke, die über diesen führte, genossen wir wiederum einen wunderbaren Ausblick auf den Ort und die Flussmündung ins offene Meer. Wunderschön! Danach führte der Weg Richtung Strand und somit zur Küste. Erneut wartete ein Weg auf uns, der viele wundervolle Ausblicke bereithielt. Immer wieder führte der Weg aber auch ein wenig ins Landesinnere. In diesen Fällen durchquerten wir ganze Wälder von Oleandern oder Bambus. Ebenso bahnten wir uns den Weg durch Rinderherden, die teils bis in die Dünen vordrangen. Etwas merkwürdig, wie diese so im Sand herumlagen und -stapften. Diese Etappe hatte wieder einen ganz anderen Charakter als die Erste, vor allem eben durch die Teilstrecken abseits der Küste, die aber durch die Dünen- und Waldwege ebenfalls besonders waren. Auch heute konnte ich mich wieder oftmals gar nicht sattsehen an den Bildern die sich uns boten, ebenso wenig an der Pflanzenwelt.

Zum Glück machte auch das Wetter wieder gut mit. Nachdem es heute Morgen noch schauerte, setzte sich später die Sonne durch und heizte uns ein. So lockte es uns in Almograve zunächst an den Strand, weil wir dachten, es gäbe dort evtl. eine Einkehrmöglichkeit. Diese war jedoch erst im Entstehen. So suchten wir uns ein anderes Lokal, wurden fündig, auch wenn sich dieses als „äußerst interessant“ entpuppte. Aber diverse Erfrischungsgetränke gab es zumindest.

Danach setzten wir unsere Wanderung fort, denn unser Hotel befand sich im Nachbarort Longueira, sodass wir noch gute 3 km vor uns hatten. Diese waren aber ohne weitere Hindernisse zu bewältigen, sodass wir bald am Hotel ankamen. Es hatte nicht den Standard wie das Mil Réis in V.N.d. Milfontes, hatte im Bad Kacheln mit fast schon antikem Pflaumenmuster und im Frühstücksraum, das im Grunde das Wohnzimmer des Hauses war, ein Sammelsurium an Deko – Hühnern, aber für eine Nacht und einen so kleinen Ort durchaus okay. Immerhin ein Pool befand sich im Garten.

Wir machten uns frisch und suchten etwas zu Essen. Zwei “sehr gute” Restaurants wurden uns von der sehr netten Empfangsdame empfohlen, von dem eines schnell ausschied, weil dort „Rauchen erlaubt“ war. So landeten wir in dem anderen Lokal, das um die verhältnismäßig frühe Zeit noch komplett leer war, wurden aber dafür prompt bedient. Zackig kamen die Vorspeisen, dazu ein randvoller Brotkorb. Kaum waren aber die Salate da, wurden die Reste der vorherigen Vorspeisen blitzschnell entfernt. Den Salat schafften wir gerade so in der „vorgegebenen“ Zeit, dann kamen auch schon die Hauptspeisen-Berge. Ich hatte noch die letzte Olive im Mund, da wurde mir auch schon wieder der Teller entzogen und es kamen Kaffee, Nachspeise und Likörchen auf den Tisch. Von letzterem gleich drei ganze Flaschen! Zum Nachschenken! Mit diesem Tempo, muss ich gestehen, war ich ein wenig überfordert. Am Service nichts zu meckern, qualitativ und preislich – na ja…

Trotzdem: Ein Tag neigt sich dem Ende, der wieder sehr beeindruckend war. Morgen geht’s weiter. 😉

 

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