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Portugal – Ausklang in Lissabon (Tag 1)

 

Lissabon – Tag 1

Ich beginne mit dem heutigen Tag, denn den gestrigen kann man kaum als Tag zählen. Immerhin kamen wir ja erst am frühen Abend in Lissabon an. Nochmals kann ich nur betonen, dass es die richtige Entscheidung war, die letzte Etappe der Wanderung auszulassen, um auf alle Fälle den Bus nach Lagos und von dort aus den Zug nach Lissabon zu bekommen. Allein die Wahl der Fahrstrecke zeigt, dass es nicht so leicht ist, von Aljezur nach Lissabon zu kommen. Schön das wäre trotz aller Voraussicht schief gegangen, denn wir musste erfahren, dass der Bus regelmäßig Verspätung hat. So auch gestern. Er kam 25 min zu spät! Die Portugiesen haben in dieser Hinsicht die Ruhe weg! Ein Problem aber, wenn man in Lagos nur 30 min zum Erreichen des Zuges hat und noch die Distanz vom Busstop zum Bahnhof zurücklegen muss. Wie durch ein Wunder klappte es noch. Und auch den Anschlusszug von Tunes nach Lissabon erreichten wir. Nach mehr als 5 h Fahrt trudelten wir endlich in Lissabon ein. Da war abends nicht mehr allzu viel drin. Zunächst suchten wir ein Restaurant und wurden in der Nähe unseres Hotels fündig. Wahrhaft ein lustiges Erlebnis. Kein touristisches, sondern authentisches portugiesisches Restaurant mit wahren portugiesischen Urgesteinen im Service. Statt zwei Salaten kam erst nur einer, dafür aber nicht georderte Gambas. Der Wunsch nach Salz und Pfeffer wurde zunächst mehrfach ignoriert, dann kam aber doch etwas: Essig und Öl, auch wenn wir das gar nicht brauchten. Immerhin kam irgendwann noch der fehlende Salat. Gewürze organisierten wir dann einfach selbst beim Nachbartisch. Die Hauptgerichte waren auch erst mal falsch, aber das erstaunte schon nicht mehr. Wie schon mit den Gambas fragte sich der Kellner einfach von Tisch zu Tisch durch, wer sie bestellt hatte. Irgendwo passte es dann.

Gut war das Essen durchaus und satt wurde man auch. Schließlich gab es auch noch die Karte mit den Nachtischen – erstmal auf Italienisch. Als der Kellner dann wieder merkte, dass ein Portugiese am Tisch saß, entriss er uns die Karte und brachte die Portugiesische, vermutlich mit geringeren Preisen. 😉

Am Ende fiel auch die Rechnung entsprechend abgespeckt aus: die Getränke schienen komplett zu fehlen. So günstig hätten wir gerne öfter gegessen!

Nach dem Essen gab es nur noch eine kleine Runde Richtung Zentrum, dann aber siegte die Müdigkeit.

Heute ging es dafür am Vormittag los, leider bei wenig verlockendem Wetter: Es tröpfelte bei ca. 15 Grad. Dennoch suchten wir den Weg zum Aquädukt, das wir noch nie angeschaut hatten. Ziemlich beeindruckend, selbst das kurze Stück von ca. 1 km, das noch zu begehen ist. Zudem ein toller Ausblick! Bis in die 1960-er Jahre wurde es genutzt. Wahnsinn! Von dort ging es weiter zu einem Einkaufszentrum, das von der Dachterrasse aus einen 360 Grad – Ausblick bieten soll. Allerdings stand die Mittagspause unmittelbar bevor, sodass wir weiterzogen Richtung Innenstadt. Dort ließen wir einfach die Stadt auf uns wirken, zogen durch die Stadtteile, schauten in so manchen speziellen Laden und in die Markthalle rein und genossen es, wieder mal hier zu sein. Abends hatten wir Glück, ein richtig nettes und gutes Lokal zu finden. Auch hier waren die Nachtische die wahre Krönung. Gut gestimmt ging es einem weiteren Highlight entgegen: Bereits am Nachmittag hatten wir Karten für „Lisbon under stars“ reserviert. Eine ganz besondere historische Zeitreise in der Kirchenruine der Igreja do Carmo. Ein weiteres, sehr beeindruckendes Erlebnis in diesem Urlaub. Man erfuhr einiges über die Geschichte Portugals, jedoch – und das war das Besondere – aus Sicht der Kirche. Wie oft denke ich beim Anschauen einer alten Kirche: wenn Mauern sprechen könnten! Dazu tolle Bilder- und Lichtprojektionen sowie portugiesische Musikuntermalung, genau abgestimmt auf die noch vorhandenen und die Besucher umgebenden Kirchenwände. Somit befindet man sich mittendrin im Geschehen.

Gut, wenn man danach die Möglichkeit hat, noch etwas durch die Straßen Lissabons zu schlendern, um das Gesehene verarbeiten zu können. Insgesamt aber wunderbar!

 

 

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