Aus dem Blog

The original USA Gospel Singers

Stimmgewalt und große Emotionen mit den „USA Gospel Singers“

Welch ein Fest! Für die Ohren, die Augen! Für die Besucher der Stadthalle Hockenheim gab es in der Vorweihnachtszeit ein großes und vor allem besonderes Geschenk: Die „Original USA Gospel Singers & Band“ ließen die die Stadthalle beben, brachten Stimmgewalt und große Emotionen auf die Bühne, sorgten dafür, dass kaum einer im Saal ruhig auf seinem Platz sitzen blieb.

Mehr brauchte es nicht, um Begeisterungsstürme im Publikum auszulösen. Nach wenigen Titeln ließen sich die Zuschauer der gut gefüllten Stadthalle von den Emotionen und Gesangsdarbietungen auf der Bühne anstecken. Kaum einen hielt es auf dem Platz, es wurde geklatscht, gewippt, gesungen. Viele der Besucher durften auf diese Weise erfahren haben, was Gospel wahrhaft bedeutet. Er ist nicht lediglich eine afroamerikanische Stilrichtung der Musik oder Kirchenmusik afroamerikanischer Gemeinden. Gospel ist vielmehr eine Lebenseinstellung, eine Musik, die gelebt wird, verknüpft mit Religiosität und Emotionalität. 

Eher puristisch war ihre Show aufgebaut, sodass die ergreifenden, vollen Stimmen der SängerInnen umso intensiver zur Geltung kommen konnten. Unterstützung fanden sie in der Zwei-Mann-Band, bestehend aus dem Schlagzeuger Bernard Flegar und dem Pianist Will Lewis, der „kreative Kopf“ der Show. Er agiert nicht nur am Keyboard, sondern steht auch als großartiger Sänger auf der Bühne und trägt Verantwortung als Choreograf und Regisseur für die Show. Lediglich das exzellent arrangierte Lichtdesign setzte die MusikerInnen zusätzlich in Szene und unterstützte diese durch verschiedene Bild- und Lichtprojektionen während der einzelnen Songs. Was hätte stimmungsvoller sein können, als zwei Hände, die Welt in Händen haltend, bei dem Titel „He’s Got the Whole World“. Oder auch ein Meer von Lichtpunkten während des sehr andächtig und feierlich gehaltenen Titels „Silent Night“. Die Effekte ergänzten die Show bis hin zur Perfektion, ohne zu dominieren. Im Vordergrund standen schlichtweg die einzigartigen Stimmen der sechs SängerInnen. Ein grandioses Stimmenfeuerwerk!

 Die jeweils drei Frauen und Männer schöpften aus dem reichen Repertoire des Gospels, das natürlich viele bekannte Titel einschloss, aber auch Unbekanntes zu Gehör brachte. Wie zum Beispiel das berühmte „Halleluja“ aus dem „Messias“ von Georg Friedrich Händel zu einem furiosen Gospel wurde, zeigte die große Klasse des Arrangeurs und der sechs Singenden. Gänsehaut erzeugten aber auch Songs wie „Amazing Grace“ (Kimberlyn Crawford), „Amen“ (Christopher Williams) oder „Silent Night“, so ergreifend vom gesamten Ensemble gesungen – man hätte meinen können, die Welt hätte kurzfristig aufgehört, sich zu drehen. Dass Gospels aber auch sehr spritzig, feurig und zeitgemäß Umsetzung finden können, zeigte sich bei „Down by the Riverside“ oder der Zugabetitel „Jingle Bells“, bei dem sogar eine Beatbox-Einlage zur Geltung kam. Ein musikalisches vorweihnachtliches Geschenk in Form einer einzigartigen Performance wurde somit vollkommen, für das man allen Beteiligten großen Dank aussprechen muss.

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